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Inhalt:
1965 wurde ein 16-jähriges Mädchen im beschaulichen Bundesstaat Indiana in den Keller gesperrt und aufs gehässigste gequält. Nicht von einem der üblichen Verdächtigen – nein, von ihrer Pflegemutter, deren eigenen Kindern und der halben Nachbarsjugend! Die Willkür und Bodenlosigkeit dieses Verbrechens war ein tiefer Schock für die amerikanische Öffentlichkeit. Tommy O’Havers Verfilmung gelingt es, den Fall in schier unerträglicher Intensität nachzuzeichnen. Es ist die Leidensgeschichte der jungen Sylvia (Ellen Page). Weil ihre Eltern auf Reisen sind, lebt sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Jennie für zwanzig Dollar die Woche in Pflege bei Gertrude Baniszewski und ihren sieben Kindern in bescheidenen Verhältnissen. Sylvia ist ein braves Mädchen. Genau dies wird ihr zum Verhängnis, als herauskommt, dass Gertrudes älteste Tochter Paula schwanger ist. Der aufgestaute Zorn der alleinerziehenden, alkoholabhängigen Mutter entlädt sich urplötzlich auf Sylvia: Als „schlechter Einfluss“ diffamiert wird der Teenager im Keller gefesselt und mittels Nahrungsentzug und Schlägen von Gertrude und den Kindern „bestraft“. Alle machen mit oder schauen zumindest zu. Es ist eine Hemmschwelle gefallen, ohne die sich die Gräueltat blitzschnell zur Norm etabliert. Sylvias Schmerzen werden einfach ausgeblendet. Erklären lässt sich das abartige Handeln der Einzelnen in der späteren Gerichtsverhandlung nicht mehr. Hier starrt man in versteinerte Gesichter. Vor allem die uneinsichtige Hauptangeklagte Gertrude Baniszewski (Catherine Keener) macht die Sinnlosigkeit der Tat qualvoll deutlich. Sylvia Likens Martyrium war den Menschen einfach egal.
Backgroundinformationen:
Intensiv, schockierend und grausam - es gibt viele Wörter, die diesen Film nach einer wahren Begebenheit beschreiben könnten. Die Geschichte ist den meisten Amerikanern immer noch präsent und so spricht dieser Film eine breite Masse an. Mit Catherine Keener und Ellen Page wirken gleich zwei Oskaranwärterinnen an dem Drama mit und es steht außer Frage, dass beide eine sensationelle Performance abgeliefert haben. Ellen ging sogar noch einen Schritt weiter, stellte ihre Ernährung um und nahm etwas an Gewicht ab um annährend so wie die echte Sylvia auszusehen. Aufgrund des Inhalts und den daraus resultierenden Szenen hat dieser Film in Deutschland eine FSK16 Einstufung bekommen.
Auf den Seiten von crimelibrary.com sowie den Wikipedia Einträge von Syliva Likens und Gertrude Baniszewski erhaltet ihr umfangreiche Informationen über eines der schlimmsten Verbrechen unserer Zeit.
Im August 2008 ist in den USA ein Buch von John Dean mit dem Titel “House of Evil” erschienen, welches sich an den Film anlehnt beziehungsweise die Geschehnisse rund um das Verbrechen detailliert aufarbeitet. Gleichzeitig befinden sich im Innenteil Fotos des The Indianapolis Star, die die echten Personen und Bilder vom Tatort zeigen.
Ellen erwähnten den Film erstmals im Mai 2006 bei ihrem Besuch im Fuse Studio:
"I start shooting this movie with Catherine Keener really soon. It's called, um...The Basement, well maybe."
Quelle: imdb.com
Fakten:
- Beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich im Jahr 1965 in Indiana abspielte
- Das Drehbuch basiert hauptsächlich auf den entsprechenden Gerichtsunterlagen zu diesem Mordfall
- Ellen Page war die erste und einzige Wahl für die Rolle der Sylvia Likens
- Ellen Page nahm die Rolle sehr ernst und versetzte sich buchstäblich in Sylvias Lage. Als Regisseur Tommy O’Haver bemerkte, dass sie immer dünner wurde und Ellen fragte ob sie in letzter Zeit etwas gegessen hatte, bekam er die Antwort “Nein, denn Sylvia bekam schließlich auch nichts zu essen”
- Catherine Keener wollte zunächst nicht die Rolle von Gertrude Baniszewski, doch sie konnte die Geschichte einfach nicht aus dem Kopf bekommen und willigte letztendlich ein am Film mitzuwirken nachdem sie Regisseur Tommy O’Haver getroffen hatte
- Der Großteil des Cast wurde bis zum Lesen des Skriptes nichts über den wahren Mörder von Sylvia Likens
- Der Film wurde in der korrekten chronologischen Reihenfolge der Ereignisse gedreht, damit auch die Schauspieler das Gefühl dafür bekommen, was mit Sylvia im Laufe der Zeit passiert ist
- Es gibt auch einige historische Ungenauigkeiten, da Sylvias toter Körper zum Beispiel nicht in der Küche sondern im Schlafzimmer im ersten Stock gefunden wurde. Außerdem hatte Getrude sieben Kinder und nicht sechs wie im Film
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