Ellen Page - Biografie

Ellen Page wurde am 21. Februar 1987 in Halifax, Nova Scotia, Kanada geboren. Sie entdeckte frühzeitig ihr Interesse am Schauspiel und bekam bereits im Alter von 10 Jahren ihre erste große Rolle im Pilotfilm der kanadischen TV-Serie “Pit Pony”. Anschließend war sie für zwei weitere Jahre im Cast vertreten war. Für ihre Auftritte dort erhielt sie Nominierungen für den “Young Artist Award for Best Performance” sowie “Best Performance in a Children’s or Youth Program or Series” bei den Gemini Awards.

Von diesem Zeitpunkt an ging es mit ihrer Karriere steil bergauf. Kurz darauf war sie in der TV-Serie “Trailer Park Boys” zu sehen, in der sie wiederum einen bleibenden Eindruck hinterließ und ein weiteres Mal für einen Gemini, diesmal in’ der Kategorie “Best Ensemble Cast” nominiert wurde. 2002 wirkte Ellen mit “Rideau Hall” in einer weiteren kanadischen Serie mit und tauchte auch bei den kanadischen TV-Filmen wie “Homeless to Harvard: The Liz Murray Story”, “Mrs. Ashboro’s Cat”, “Going for Broke” und “Love that Boy” in der Darstellerliste auf. Zudem drehte sie die kanadischen Produktion “Marion Bridge”, welche für insgesamt 14 Auszeichnungen nominiert wurde und mit der Page den “ACTRA Maritimes Award” für ihre herausragende und überzeugende Darstellung gewann.

In den folgenden Jahren stand sie für die Komödien “Wilby Wonderful” sowie “I Downloaded a Ghost” vor der Kamera. Außerdem wirkte die junge Kanadierin im deutsch/englischen Projekt “Mouth to Mouth” mit, bei dem sie die Hauptrolle übernahm. In “ReGenesis” verkörperte Ellen schließlich die beliebte Figur “Lilith Sandström”, die Tochter von Hauptfigur David Sandström. Diese kanadische Science-Fiction Serie lief im Ursprungsland bis 2008 mit großem Erfolg.

Ihr großer internationaler Durchbruch sollte 2005/2006 kommen. Ellen nahm im Thriller ‘Hard Candy’ die Rolle der ‘Hayley Stark” an. Der Film schildert das Erlebnis eine Pädophilen, der sich im Internet ein 14 Jahre altes Mädchen aufreißt und es dazu bringt, zu ihm nach Hause zu kommen. Aber dort laufen die Dinge dann etwas anders, als er es sich vorstellte. Bei der Premiere beim Sundance Film Festival 2005 lief der Film auf jeden Fall mit großem Erfolg und tat das, was er beabsichtigen wollte, nämlich für viel Gesprächsstoff zu sorgen. Ellen bekam jedoch noch eine weitere interessante Rolle im Jahr 2005 angeboten und trat kurz darauf dem Cast von ‘X-Men 3 - Der letzte Widerstand’ bei. Im dritten Teil der Mutanten-Saga spielt sie Kitty Pryde/Shadowcat und setzte sich dabei gegen mehrere Mitbewerberinnen durch beziehungsweise war der persönliche Favorit von Regisseur Brett Ratner. Zugleich ersetzte Ellen die, ebenfalls aus Kanada stammenden, Katie Stuart und Sumela Kay.

Anschließend stürzte sie sich im Sommer 2006 in zahlreiche weitere Projekte wie den Romanverfilmungen zu “The Tracey Fragments” und “The Stone Angel”, die Verfilmung des grausamen Verbrechens an Sylvia Likens in “An American Crime” sowie “Smart People”. Anfang Februar 2007 war sie schließlich wieder einmal in Vancouver um für Jason Reitmans (Thank you for smoking) “Juno” vor der Kamera zu stehen. Im Sommer besuchte sie das Karlovy Vary Film Festival in Tschechien und nutzte anschließend die Gelegenheit für eine Rucksacktour durch Osteuropa. Beim Toronto Film Festival 2007 im September begann sie dann die aktuellen Filme zu promoten und war dort mit gleich drei Produktionen vertreten. Besonders für “Juno” bekam sie reihenweise Standing Ovations vom Publikum und wurde schnell zu einem beliebten “Festivaldarling”. Gegen Ende des Jahres erhielt Ellen viele Auszeichnungen für ihre Performance in der genannten Komödie und wurde unter anderem mit dem “Breakthrough Actress of the Year Award” bei den Hollywood Awards geehrt. Während “Juno” im Dezember 2007 die amerikanischen Kinos erreichte, gab es für das Mädchen aus Halifax zudem eine Golden Globe Nominierung als beste Darstellerin.

Im Januar 2008 zeigte sie sich mit dem Auftritt bei der “Late Show with David Letterman” erneut einem größeren Publikum, was ihr weitere Sympathiepunkte einbrachte. Auf den Golden Globe, den sie am Ende leider nicht gewann, folgte eine Nominierung für einen Oscar in der Kategorie “Beste Schauspielerin”. Diese Nominierung sorgte dafür, dass sie weiterhin im Gespräch blieb und ihre Karriere eine völlig neue Dimension erreichte. Die Auszeichnung ging Ende Februar dann zwar an die Französin Marion Gottilard, doch für Ellen war dennoch eine tolle neue Erfahrung und Ehre. Fortan war sie nicht mehr nur der Star zahlreicher Independentproduktionen, sondern galt als eines der gefragtesten und besten Talente des Filmbusiness.

Doch ihre Popularität stieg noch weiter an, als Ellen im März die beliebte amerikanische “Saturday Night Live” Show moderierte und der “Tonight Show with Jay Leno” einen Besuch abstattete. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die junge “Academy Award Nominee” Verträge für “Whip It!”, das Regiedebüt von Drew Barrymore, sowie “Peacock” mit Cillian Murphy unterzeichnet hat, welche beide anschließend im Sommer 2008 gedreht worden sind. Noch im selben Jahr war sie außerdem für eine neue BBC Filmadaption von “Jane Eyre” sowie für eine Rolle in einem Film über die New Yorker Polizistin Laurel Hester, die sich für die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtliche Lebenspartner eingesetzt hat, im Gespräch. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt weder weitere Details noch irgendeine Bestätigung zu diesen Projekten.

Nach einer kurzen Pause, unterzeichnete sie Anfang 2009 einen Vertrag für Christopher Nolans Sci-Fi Thriller “Inception” und schloss sich damit dem Cast um Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Cillian Murphy, Tom Hardy und Michael Caine an. Die Produktion begann kurze Zeit später im Sommer 2009 und zog schon frühzeitig das Interesse der Öffentlichkeit und der Presse auf sich. Noch während den Dreharbeiten beziehungsweise vor der Weltpremiere von "Whip It" wurde bekannt, dass sie in Kürze in der Superheldenkomodie "SUPER" mitwirken wird. Kurz nach dem Drehschluss von "Inception" begann Regisseur James Gunn im Dezember 2010 in Shreveport, Louisiana mit der Produktion. Ellen stieß jedoch erst nach einer kurzen Winterpause im Januar 2010 dazu. Obwohl nach nur 24 Tagen alle Szenen im Kasten waren, wurde es der Kanadierin nicht langweilig.

Durch gewisse Umstände am Set von "Inception" wurde sie auf die Dokumentation "Vanishing of the Bees" aufmerksam, welche sich mit dem weltweiten Bienensterben und den damit verbundenen Folgen befasst. Da das Thema für sie sehr wichtig war, übernahm Ellen schließlich die Erzählerrolle in der US-Fassung. Mitte Mai 2010 verkündete die Produktion Firma Endgame Entertainment, dass Ellen eine der beiden Hauptrollen in der Verfilmung der mit dem Oscar ausgezeichneten Dokumentation "Freeheld" spielen wird. Gleichzeitig stand sie im Sommer 2010 neben Diane Keaton für die Hollywood Blogger Komödie “Tilda” vor der Kamera. Leider wurde das Projekt wegen einigen Unstimmigkeiten noch vor der ersten Ausstrahlung im Februar 2011 von HBO eingestellt.

Nach einer kurzen Promo-Tour für den Film “SUPER”, welcher im Jahr zuvor beim Filmfestival in Toronto seine Weltpremiere feierte und im April 2011 dann in einigen amerikanische Städten in die Kinos kam, einem Aufritt bei “Real Time with Bill Maher” und der Los Angeles Premiere der Dokumentation “Vanishing of the Bees”, verschlug es Ellen im Sommer 2011 in die “Ewige Stadt”. Hier stand sie zusammen mit Alec Baldwin, Jesse Eisenberg und Greta Gerwig für den nächsten in Rom spielenden Film von Woody Allen vor der Kamera. Im Herbst wurde sie anschließend für den Öko-Thriller “The East” gecastet und übernahm die Rolle einer anderen Schauspielerin, welche aus Termingründen absagen musste.

Ellen besuchte drei verschiedene High Schools und schloss 2005 ihre Schullaufbahn auf der Shambhala School in Halifax ab. In ihrer Freizeit ist sie sportlich sehr aktiv und betätigt sich vor allem beim Basketball, Fußball, Skifahren, Leichtathletik, Fahrradfahren, Snowboarden, Joggen und Schwimmen. Sie liebt das Lesen, hört aber auch gerne Musik, geht mit ihren Freunden in der freien Natur campen oder verbringt einfach etwas Zeit mit ihnen oder ihren beiden Hunden um Spaß zu haben. Außerdem ist sie sehr an dem Thema Permakultur interessiert und unterstützt einige Organisationen und Initiativen, welche sich zum Beispiel für eine gesunde Ernährung oder Maßnahmen gegen das Bienensterben engagieren beziehungsweise sich dem Kampf gegen die globale Erderwärmung verschrieben haben.

Allgemein setzt sie eher auf die so genannten B- oder Independent-Filmen, da diese in der Regel auch anspruchsvollere Rollen bieten. Ihr geht es in erster Linie um die Story und Botschaft, die ein Film vermittelt, und nicht um die Popularität oder Bekanntheit eines Projekts. Filme wie “X-Men: Der letzte Widerstand” werden daher wohl eher die Ausnahme bleiben. An der Schauspielerei fasziniert sie, dass sie sich komplett in einer anderen Person oder einem anderen Charakter “verlieren” kann. Dafür sucht sie sich bewusst Rollen aus, die sich komplett von ihrem eigenen Wesen unterscheiden und sie immer wieder aufs Neue vor einer Herausforderung stellen. Ob ihre Darstellung dabei dem Publikum gefällt oder nicht, ist ihr relativ egal. Sie selbst möchte mit ihrer Leistung zufrieden sein, dass ist das Einzige was für sie zählt.

(Diese Biografie unterliegt meinem Copyright und darf ohne Genehmigung weder ganz noch teilweise kopiert werden / Letztes Update: 18.06.2011)

Letztes Update: 03.02.2012 Spende  Twitter  Facebook  YouTube  HiStats © 2006-2012 Dominik Keppner
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