
Fans von »Beyond: Two Souls«, welche im vergangenen Monat die
Gamescom in Köln besucht haben, werden am Ende wohl ein klein wenig enttäuscht gewesen sein.
Sony und
Quantic Dream waren zwar auf der Messe vertreten, doch echte Neuigkeiten wurden nur der Fachpresse hinter verschlossenen Türen offenbart. David Cage reiste dafür aus dem Nachbarland an, um unter anderem das bereits auf der
Comic-Con gezeigte Behind-The-Scenes Material sowie eine neue Sandbox Gameplay Walkthrough Demonstration zu kommentieren. Glücklicherweise war es den überwiegend europäischen Journalisten gestattet Filmaufnahmen zu machen, so dass nun auch wir einen Blick darauf werfen können.
» Beyond: Two Souls - Gamescom 2012 - Sandbox Walkthrough (16.08.2012) «
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(Format: AVI | Codec: XviD | Dauer: 7:12 min | Auflösung: 640x360 | Größe: 59,1 MB)
© Sony Computer Entertainment Europe / Quantic Dream / GameTrailers.com. All rights reserved.
» Beyond: Two Souls - Gamescom 2012 - Präsentation (26.08.2012) «
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(Format: AVI | Codec: XviD | Dauer: 35:47 min | Auflösung: 640x360 | Größe: 293,0 MB)
© Sony Computer Entertainment Europe / Quantic Dream / iWaggle3D. All rights reserved.
Im besagten Video erleben wir Jodie Holmes auf der Flucht vor der Staatsgewalt und wie ihr Aiden in dieser misslichen Lage aus der Patsche hilft. Dabei stehen besonders die Steuerung sowie die Fähigkeiten der übernatürlichen Präsenz im Fokus. Als Geistwesen ist Aiden nicht an physikalisches Gesetz gebunden und kann sich nahzeu frei in der Umgebung bewegen. Das zur Verfügung stehende Terrain wird jedoch letztendlich durch die Tatsache eingeschränkt, dass er immer in Jodies Nähe bleiben muss. Dinge in Form von Gegenständen und Lebewesen mit denen er interagieren kann, werden mit einer entsprechenden Aura umgeben. Das Programm gibt in diesem Zusammenhang eine Reihe von Optionen vor, eine echte Handlungsfreiheit gibt es - zumindest in der Demo - nicht. So lässt sich zum Beispiel ein bereits bewegtes und als Waffe mißbrauchtes Auto nicht noch einmal verwenden und auch auf die Absturzstelle des Hubschraubers hat man keinen Einfluss. Dadurch wirkt die optisch spektakulär in Szene gesetzte Rettungsaktion recht statisch und wenig fordernd, auch wenn sich die hier getroffenen und auch nicht getroffenen Entscheidungen dennoch auf den Gesamtverlauf auswirken dürften. Unterm Strich bleibt trotzdem zu offen, dass das Entwicklerteam an diesen Stellen noch ein wenig Feintuning betreibt und das Ganze - etwa durch ein Zeitlimit und vielfältige Möglichkeiten der Einflussnahme - noch ein wenig dynamischer sowie innovativer gestaltet.

Am Rande der Veranstaltung sowie im Gespräch mit einigen Online- und Printmedien lobte der CEO von
Quantic Dream nocheinmal ausdrücklich die Einsatzbereitschaft von Ellen, die aufgrund des 2000 Seiten umfassenden Skriptes unheimlich viel Text lernen musste. Angeblich hätte die Menge für die Hauptrolle in drei bis vier kompletten Spielfilmen gereicht. "Sie gibt auf der Bühne ihr Bestes, ist am Ende des Tages körperlich und emotional total ausgepowert. Sie macht einem auch nichts vor: Sie gibt wirklich absolut alles, was sie hat, für diesen einen Charakter. Genau so, als wenn sie an einem Film arbeiten würde," so Cage in der aktuellen Ausgabe des britischen
Official PlayStation Magazine. Gleichzeitig war es ihm ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, dass er seine Hauptprotagonistin nicht als Sexobjekt verstanden haben möchte. "Die meisten Spiele handeln in einer Fantasie-Welt von Teenagern, wo der Spieler riesige Knarren und gewaltige Muskeln hat, um die Welt zu retten, wo der Bösewicht am Ende stirbt und Frauen Sexobjekte sind: Sie haben große Brüste und tragen provokative Klamotten. Sie stellen eine sehr kindische Sicht der Frauenwelt dar." Da sich Cage von einer solchen Darstellung einer Frau distanzieren möchte, will er Jodie Holmes als echtes menschliches Wesen zeigen. "Sexualität ist Teil ihres Lebens, wie bei allen anderen Menschen auch, aber es ist nicht der Grund, warum sie lebt," ist in der September Ausgabe des
Edge Magazine zu lesen. "Ich denke, dass Ellen Page unglaublich charmant, clever, komplex, voller Überraschungen und voller Leben ist - und das ist doch viel reizvoller und ansprechender als eine Puppe mit großen Brüsten."

Der Kopf hinter »Beyond« gab außerdem an kein Freund von überlangen Zwischensequenzen zu sein. Dadurch wird es nur sehr wenige Augenblicke geben, in denen man als Spieler nicht die voll Kontrolle über Jodie oder Aiden hat. Die Beziehung zwischen den beiden ist übrigens ein Schwerpunkt im Spiel. "Mir gefiel die Idee, dass Aiden nicht irgendein Schoßhündchen oder folgsames Wesen ist. Stattdessen ist er eine wilde Bestie, die Jodie beschützen oder auch mal eifersüchtig, besitzergreifend und gewalttätig sein kann. [...] Er hat überhaupt keine Ahnung von den menschlichen Regeln. Er hat eine ganz andere Auffassung, was Leben und Tod betrifft - er denkt, dass Jodie sein Eigentum ist." so Cage. Er empfiehlt außerdem das Spiel nur ein einziges Mal durchzuspielen und das Ende so zu akzeptieren wie es ist. Für ihn besteht ein besonderer Reiz darin echte Entscheidungen zu treffen und in diesem Zusammenhang nie zu erfahren, was die Alternative gewesen wäre. Dies steht natürlich im Konflikt mit der Tatsache, dass die verschiedenen Wahlmöglichkeiten durchaus einen gewissen Wiederspielwert versprechen. Und auch wenn man Cages Motive und Argumente ein Stück weit nachvollziehen kann, wird es sich wohl nicht jeder Spieler nehmen lassen ein Spiel für über 50 Euro mehrere Male anzuspielen und sinnbildlich statt dem linken Weg beim nächsten Mal den rechten zu nehmen. Ob der Hype gerechtfertigt gewesen ist und das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann, werden wir wohl Anfang des kommenden Jahres erfahren.
Glaubt man dem frühen Bericht der Webseite
I'm Not Obsessed, welcher momentan als einzig verfügbare Quelle zu diesem Thema dient, wird Ellen Ende 2013/Anfang 2014 an der Seite von Daniel Radcliffe, Jonah Hill, Emma Stone sowie Liam Hemsworth in »Look Who's Coming to Dinner« zu sehen sein. Die von Paramount Pictures in Auftrag gegebene Horror-trifft-Musical Komödie soll von keinem Geringeren als
Ben Stiller produziert werden und sich um zwei Geschäftsmänner (Jonah Hill und Newcomer Donta Storey), die einen wohlhabenden Banker (Daniel Radcliffe) um finanzielle Unterstützung bitten. Dieser lehnt ab und lässt sich beiden stattdessen über seine Assistent (Ellen) zu einem Abendessen einladen, welches sie niemals vergessen werden. Da bis zum geplanten Drehstart noch viel Zeit vergehen wird, sind alle Angaben - zumindest momentan - noch mit Vorsicht zu genießen.

Ende August gab es nach langer Zeit wieder etwas Neues zur geplanten Verfilmung von
»Freeheld«. Wie
Deadline am 22. August berichtete, gibt es durch »Incognito Pictures« nun endlich eine Produktionsfirma, die das Projekt finanziert. Nur wenige Tage später wurde dann auch bekannt, dass der hierzulande wohl eher unbekannte
Peter Sollett (
»Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht«) die bisherige Regisseurin
Catherine Hardwicke ersetzen wird. Obwohl sich das Projekt laut
IMDb angeblich bereits in der "Pre-production" befindet, gibt es keine weiteren Infos bezüglich des eigentlichen Casts. Dies ist ein wenig verwunderlich, da die Besetzung der zweiten Hauptrolle (Laurel Hester) anscheinend noch nicht feststeht ist - oder zumindest noch nicht bekanntgegeben wurde. Vorausgesetzt es kommt nicht wieder etwas dazwischen, ist mit dem Projekt so oder so nicht vor Mitte oder Ende 2013 zu rechnen.

Seit dem letzten Update ist
»To Rome with Love« nun am 30. August auch in Deutschland angelaufen. Wie zu erwarten war, stösst Woody Allens neustes Werk bei Presse und Zuschauer auf eher gemischte Reaktionen. Auch wenn die ein oder andere Filmkritik als durchaus positiv zu betrachten ist, blieb der ganz große Ansturm aus beziehungsweise fällt das allgemeine Interesse eher gering aus. Dies spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wieder. Den aktuellen Zahlen (Stand: 12. September 2012) von
Media Control GfK International zufolge, kommt der Film derzeit auf 185.122 Besucher bundesweit. Was anfangs noch wie ein solides Ergebnis aussieht, verblasst ein wenig angesichts von »Ice Age 4« (6.341.997), »Ted« (3.085.214), »Merida« (1.209.661), »The Expendables 2« (772.189) und Co. Die Tatsache, dass der Film hauptsächlich in großen Städten, sprich nicht überall, in die Kinos gekommen ist, tut dann ihr Übriges. Immerhin würdigte die deutsche Zeitschrift
Cinema den legendären Filmemacher in der September 2012 Ausgabe als "Leser des Monats" mit einem Interview auf Seite 3 und gab seinem Film mit dem Fazit "Woody Allen ist wie ein guter Wein, er wird im Alter immer besser" die Bestnote.
Update - 24.09.2012

Mitte der letzten Woche hat
Har Mar Superstar in der Reihe
»Nocturnal Emotions« seinen zweiten Podcast mit dem Titel
"O Canada" veröffentlicht. Gaststar der rund 50 Minuten langen Folge ist Ellen, welche drin unter anderem über ihre Liebe zur Serie
»Degrassi«, ihre allererste Filmrolle, ihre Heimatstadt Halifax sowie dem peinlichen Moment bei
Chelsea Lately spricht und sich beim "Let Me Ruin Your Favorite Song" Spiel versucht. Der Podcast kann sowohl auf
earwolf.com als auch auf
iTunes angehört und heruntergeladen werden.